Frostkaterclan
Ein Clan. Ein Schicksal.

Forum

=> Noch nicht angemeldet?





Ein Clan. Ein Schicksal.
Erfülle deine Bestimmung!




Forum - Entstehungsgeschichte des Clans

Du befindest dich hier:
Forum => Kreativ Ecke => Entstehungsgeschichte des Clans

<-Zurück

 1  2  3  4 Weiter -> 

Seelenstern
(9355 Posts bisher)
26.05.2017 08:44 (UTC)[zitieren]
Erster Teil:
Ein dumpfer Schlag auf den Hinterkopf. Kichern, dann einige Sekunden nur stille. Ich krallte mich am Boden fest, sammelte meine Kraft bevor ich mich so stark ich konnte abdrückte. Die Last auf meinen Schultern gab nach. "Spielt nicht so wild, Soul!" Eine Stimme ertönte hinter mir, ich wirbelte herum. "Aber Mam…" Sie sah mich mit ihren eisblauen Augen direkt an, der Blick strafend. "…Spirit, sie hat doch angefangen!" Deutete auf die kleine schwarze Kätzin neben einem der Baumstämme. Sie blinzelte, Stille zwischen uns beiden. Ich sah zu ihr hoch, sie erwiderte den Blick und wir beide wussten wie es ausgehen würde. Grummelnd drehte ich mich um und warf einen finsteren Blick zu der kleinen schwarzen Kätzin, sie kicherte. "Und du auch, Phantom. Sei nicht so respektlos gegenüber deinem Bruder." Wenigstens etwas. Ich tappte langsam an die andere Seite der Lichtung, nur kurz drehte ich mich noch einmal zu Spirit um. Ich hatte nie verstanden, weshalb sie so darauf bestand bei ihrem Namen genannt zu werden. Wir waren ihre Jungen, ihre Familie, weshalb war da ein Mama nicht erlaubt? Aus dem Augenwinkel nahm ich wahr wie Phantom auf mich zugelaufen kam. "Bleib mir bloß vom Leib" ,murrte ich schlecht gelaunt. Sie ignorierte es natürlich, wie immer. "Ich hab etwas entdeckt" murmelte sie leiser. Ich spitzte die Ohren, wollte meine Neugier aber nicht direkt zeigen. "Willst du es sehen?" Ihre mattblauen Augen funkelten vor Abenteuerlust, ich nickte, versuchte Desinteresse zu zeigen und nur ihretwegen mitzukommen. Sie sah zu Spirit, prüfte ob due Luft rein war bevor wir von der Lichtung in den Wald verschwanden. Sie lief voraus, ich hinterher. "Komm schneller!" Sie musste geahnt haben, dass Spirit mittlerweile bemerkt hatte dass ihre Jungen verschwunden waren. Unsere Umgebung veränderte sich, weniger Bäume, mehr Wiese. Mein Blick fiel auf einen Dunklen Weg, etwas was ich zuvor noch nie gesehen hatte und wir liefen direkt darauf zu. Meine Schritte wurden kleiner, ich langsamer als wir näher kamen. Trotz der Aufregung verspürte ich auch etwas anderes, Unbehagen, ein seltsames Gefühl im Bauch. Phantom blieb knapp vor der Schwarzen Fläche stehen. Ich trat neben sie, berührte das Unbekannte vorsichtig mit der Pfote. Hart, von der Sonne aufgewärmt. Mutig wagte ich mich noch weiter vor, Phantom direkt hinter mir. "Und? Das ist doch super!" Quickte sie vor Vergnügen. Ich blieb unentschlossen, was ich von der ganzen Sache halten sollte und lief lieber schnell auf die andere Seite. Es brummte, ich hörte es. Zuerst nur Schwach, immer lauter werdend. Dann sah ich sie, Spirit am Waldrand direkt auf uns zu laufend. Verdammt! Ich sah von ihr zu Phantom, die sich immer noch mit der Oberfläche beschäftigte, das brummen war noch lauter geworden. Ich stellte mich innerlich schon auf die Standpauke ein, Spirit kam schnell näher. Erst jetzt hörte ich ihre Rufe, die Angst in ihrer Stimme, die ich nicht verstand. Ich saß einfach nur da als es passierte. Wie in Zeitlupe spielte es sich ab. Ich blinzelte und sah Phantom, die Augen vor Angst weit aufgerissen, den Mund zu einem Stummen Schrei geöffnet. Vor ihr das riesige auf sie zu kommende Monster. Spirit! Sie rannte auf meine Schwester zu, packte sie. Alles innerhalb von Sekunden. Sie schleuderte Phantom weg, ein Zischen, dann ein lautes Jaulen. Das Monster raubte mir die Sicht, raubte mir meine Mutter. Der letzte Moment den ich sie sah, die Augen, angsterfüllt. Ich sank zu Boden, nicht fähig mich jemals wieder aufzurichten, das glaubte ich zumindest.
Etwas zerbrach in mir, starb an diesem Tag mit ihr und ließ mich anders werden. "Das ist deine Schuld!" Fauchte ich nachdem ich mich wieder gefangen hatte. "Deine Schuld!!" Wiederholte ich mit Tränen in den Augen. Ich war wütend, hatte Mühe Phantom nicht anzufallen. Sie starrte mich einfach nur an, noch geschockt von dem Geschehenen. "Verschwinde! Verschwinde einfach!" Sie war nicht fähig zu antworten, oder zu reagieren, das wusste ich doch ich war blind vor Wut, sprang sie an und zig ihr meine kleinen Krallen durchs Gesicht. Ich atmete schwer, wollte mich beruhigen, vergebens. "Ich will dich nie wieder sehen!" Ich drehte um, rannte einfach los. Mir war egal wohin, Hauptsache weg von hier, in der Hoffnung vergessen zu können.
Seelenstern
(9355 Posts bisher)
26.05.2017 10:22 (UTC)[zitieren]
Zweiter Teil:
Das prasseln des Regens auf dem Blätterdach des Waldes ließ mich hochschrecken. Mein Fell, nass, nicht vom Regen. Die Vergangenheit verfolgte mich auch jetzt noch, tief in meinem Unterbewusstsein verankert bis in meine Träume. Ich stand auf, streckte mich. Die Dämmerung hatte gerade einmal angefangen. Um mich herum die dunklen Silhouetten anderer Katzen, ruhig atmend, noch schlafend. Mein Blick wanderte weiter über die Schatten hinweg an den Rand der Lichtung. Ich bemühte mich niemanden zu berühren oder gar aufzuwecken und bahnte mir meinen Weg auf die andere Seite. Das helle Fell der dort schlafenden Kätzin leuchtete gerade zu. Ich konnte es mir nicht erklären, irgendetwas an ihr faszinierte mich. So, wie schon lange nicht mehr. Unzählige Monde war ich herumgeirrt, blind vor Wut und Hass. Hatte mein Altes Zuhause hinter mir gelassen und war weiter gezogen. Alleine, alleine hatte ich auch bleiben wollen doch dann traf ich sie und mit ihr die anderen Streuner. Es beeindruckte mich, sie beeindruckte mich. Sie lebten zusammen und ich hatte mich ihnen angeschlossen, zumindest vorerst. Ich kam mit den Gedanken ab, starrte sie immer noch an und nahm kaum war wie es heller geworden war. Erst das Zucken ihrer Ohren und die langsamen darauf folgenden Bewegungen holten mich in die Wirklichkeit zurück. Ich drehte mich sofort um, entfernte mich denn sie wusste es nicht. Wusste nicht, dass sich hinter der kalten, abweisenden Fassade eines weiteren Streuners der Gruppe jemand verbarg, der gerade zu nach Liebe hungerte, ihrer Liebe.
Tränentanz
(3706 Posts bisher)
26.05.2017 10:29 (UTC)[zitieren]
(Echt schön!^^)
Seele (Gast)
26.05.2017 17:01 (UTC)[zitieren]
Dritter Teil:
"Soul? Kommst du?" Es war Rubys Stimme die mich aus den Gedanken riss. Sie stand am Ausgang unseres provisorisch eingerichteten Lagers. Ich kam auf die Beine, lief auf sie zu die gleiche kühle Miene aufgesetzt wie immer, sie störte es nicht. Sie lief vor mir, ich hatte schon wieder vergessen dass wir zum Jagen eingeteilt war. Ich warf einen Blick zurück, direkt aufmerksamer als ich Angels weißes Fell in einem der Baue verschwinden sah. Ruby wartete, sie hatte es bemerkt. Ich konnte es in ihrem Blick sehen als ich zu ihr aufholte. Schweigen, wir hatten uns nichts zu sagen. Sie, fröhlich, sanftmütig, nett, offen für neues. Ich hingegen abweisend, kalt, schnell reizbar. Die klassischen Gegenteile und trotzdem verband uns etwas. Wir beide hatten das Pech einer nicht erwiderten Liebe. Ich wusste es, hatte bemerkt wie sie mich beobachtete, wie ich es bei Angel tat. Ich hatte meine Schlüsse gezogen und es dabei belassen, was hätte ich auch sonst tun sollen? Diese Gruppe war anders, Ich hatte es nicht sofort bemerkt, doch war es mir in den paar Monden die ich an der Seite der Streuner verbracht hatte aufgefallen. Sie verhielten sich normal, dachte ich. Ich hörte die Geräusche, wollte sie nicht hören. Das Geschrei, das Stöhnen widerte mich an. Mal wieder. Ich konnte mir nur vorstellen, wie Mace aus seinem Bau trat, Angel am Boden liegen gelassen hatte. Sein perverses Grinsen. Er würde es bereuen, noch nicht sofort, aber bald. Er führte die Gruppe meiner Meinung nach schon viel zu lange, Kätzinnen waren seiner Ansicht nach nur Spielzeuge zur Befriedigung seiner Lust. Ruby war wieder stehen geblieben "Trampel noch lauter und wir werden heute ohne Beute zurückkommen" sie starrte mich direkt erschrocken an "Entschuldige ich meine natürlich..." betroffen senkte sie den Blick. Ich knurrte nur als Antwort, lief an ihr vorbei um es möglichst schnell hinter mich zu bringen. Kater hatten hier das sagen, Kätzinnen hatten zu gehorchen. Auch wenn ich es mir selbst nie eingestanden hätte, ich fing an Gefallen an dieser Idee zu finden.
Kristallpfote
(221 Posts bisher)
27.05.2017 04:38 (UTC)[zitieren]
Weiter!^^

Antworten:

Dein Nickname:

 Schriftfarbe:

 Schriftgröße:
Tags schließen



Themen gesamt: 9426
Posts gesamt: 519410
Benutzer gesamt: 980
Derzeit Online (Registrierte Benutzer): Niemand crying smiley
 
Diese Webseite wurde kostenlos mit Homepage-Baukasten.de erstellt. Willst du auch eine eigene Webseite?
Gratis anmelden