Frostkaterclan
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Forum - Entstehungsgeschichte des Clans

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Kristallschnee (Gast)
03.02.2018 17:11 (UTC)[zitieren]
Cooooooooooooooooooool
Seelenstern
(9355 Posts bisher)
04.02.2018 09:09 (UTC)[zitieren]
Thx ^^
Müsste nur weiterschreiben... .-.
Funkelpfote
(2706 Posts bisher)
12.02.2018 20:03 (UTC)[zitieren]
Tu das ♥️ Biiiiiiiitte die Geschichte ist mega!!
Seelenstern
(9355 Posts bisher)
10.05.2018 16:01 (UTC)[zitieren]
Sechster Teil
Ich beugte mich zu ihr herunter, leckte ihr sanft über den Kopf in der Hoffnung ihr so etwas von den Schmerzen nehmen zu können. Sie stieß erneut einen lauten Schrei aus, das Echo hallte von den Bäumen zurück, ansonsten Stille, als würde der ganze Wald gebannt horchen. Ihr Atem ging schneller, unregelmäßig. „Soul“ keuchte sie bereits schwächer. „Du schaffst das. Hörst du Angel, wir schaffen das.“ die Zuversicht verließ meine Stimme mit jeder weiteren Sekunde. Sie musste die Schmerzen ertragen, durchhalten. Das war das einzige, was zählte. Ein Zittern ging durch ihren Körper, das Fell nass geschwitzt an ihrer Haut klebend. Ich spürte ihr zittern, glaubte ihre Angst und die Schmerzen nachvollziehen zu können. „Ganz ruhig, bleib ruhig.“ meine Stimme war sanft, ich sprach gegen ihre Schreie an, war mir sicher dass sie mich trotzdem hören konnte. Angel drehte ihren Kopf zur Seite, sie wollte mich ansehen. Das glaubte ich zumindest. „Soul... ich kann nicht mehr.“ Mir stockte der Atem, ich hatte sie nie schwächer gesehen, war ihr nie so nah gewesen und hätte mir gewünscht den Moment vergehen zu lassen. Die Angst in ihren Augen sprang auf mich über. Todesangst. Ihr Kopf sank langsam immer tiefer zu Boden. „Angel?!“ ich konnte sehen, wie ihr Brustkorb sich nur leicht hob und senkte. Zu langsam für eine normale Atmung. Mein Blick wanderte weiter an ihr entlang. Ich stockte bei zwei winzigen Fellbündeln. „Du hast es geschafft.“ schnurrte ich freudig, meine Augen strahlten vor Stolz, die Anstrengungen vollkommen vergessen. Sie schaffte es gerade so den Kopf zu drehen. Ich nahm den dunkelgrauen, fast schwarzen Kater hoch und setzte ihn direkt vor ihren Pfoten ab. Er quiekte empört, strampelte bereits, ließ sich aber trocken lecken. Sanft schob ich ihn an Angels Flanke bevor ich die deutlich kleinere weiße Kätzin hoch nahm und sie mit größter Vorsicht wieder absetzte. Sie fühlte sich so klein an, so zerbrechlich. Eine Träne schimmerte in meinem Augenwinkel. Ich schluckte, hatte alles andere um mich herum bereits vergessen. Ich legte die Kleine neben ihren Bruder, wie er begann sie sofort gierig zu trinken. Ich leckte Angel ähnlich fürsorglich wie den Jungen über den Kopf. „Du hast es überstanden. Wir haben einen Sohn und eine Tochter.“ ich hatte Mühe ruhig zu bleiben, die Freude in mir nicht Oberhand gewinnen zu lassen. Ihr Blick ließ das Blut in meinen Adern gefrieren, die vorherige Angst war wieder zurück. Sie musste mich einfach nur ansehen, ihre sonst leuchtenden blauen Augen bloß blass und leer. „Angel?“ Keine Antwort. Bloß ein hörbares Atmen ihrerseits. Meine Augen suchten ihren Körper ab, nach allem was die Ursache für ihren Zustand sein konnte. Sie versuchte sich aufzurichten, schaffte es nur langsam und mit letzter Kraft. „Es tut mir Leid, Soul.“ keuchte sie, eine Träne lief über ihre Wange. Sie wandte den Kopf in eine Richtung, ich folgte mit dem Blick, sah was sie schon die ganze Zeit wusste. Sie blutete, nicht zu stark aber die Blutung stoppte nicht. Irgendetwas musste schief gegangen sein. „Soul... Nicht.“ Ich war aufgesprungen, hielt bei ihren Worten aber inne. „Es ist zu spät. Es ist in Ordnung.“ Sie schaffte es zu Lächeln, schwach aber es war ein Lächeln. Ihre Tränen waren versiegt, dafür schimmerten sie in meinem Gesicht. „Nein Angel, nicht.“ Ich schüttelte den Kopf, konnte nicht aufgeben ohne überhaupt gekämpft zu haben. Ihr Lächeln fesselte mich, ließ mich erstarren, verzauberte mich auf die Art, wie sie es schon früher getan hatte. Dieses Gefühl, das unbeschreibliche, mit ihr fast dauerhaft vorhandene ließ nach. Ich fühlte mich verloren, leer. Und mit jeder Sekunde die verstrich leerer. Ich konnte keinen Muskel rühren, musste zusehen wie sie immer mehr in dich zusammensank, ihre Kraft verlor. Das Lächeln blieb.
Seelenstern
(9355 Posts bisher)
18.05.2018 18:58 (UTC)[zitieren]
Siebter Teil
Ich konnte es nicht, konnte nicht länger hinsehen. Sie anstarren, nichts tun. Etwas hielt mich zurück, ließ nicht zu dass ich ging, weglief, vor meinem Schicksal floh. Einfach alles hinter mir ließ und von neuem begann, wie ich es bereits getan hatte. Ich blinzelte, das Bild verschwamm vor meinen Augen. Ich sah Angel, wie sie mich ansah. Diesen Blick, voller Liebe. Ich spürte ihr Fell, weich, sanft. Schluckte, die Erinnerung verblasste. Dann ihre Toten Augen, das Blut verschmierte Fell. Das Bild brannte sich in mein Gedächtnis, ließ mich nicht los. Das Wimmern der Jungen riss mich aus den Gedanken, brachte mich in die Wirklichkeit zurück. Sie waren zu klein, würden ohne eine Mutter, ohne Milch nicht überleben. „Angel, was hast du nur...“ Ich schüttelte den Kopf, wollte und konnte ihr unmöglich die Schuld geben. Sie hatte es vielleicht gewusst, konnte aber keinesfalls etwas dafür. Ich war es gewesen, ich war es gewesen, der abschließen wollte, etwas Neues anfangen, der Junge wollte. Ich war der gewesen, der die mit diesem Wunsch in den Tod getrieben hatte. Meine Krallen fuhren in den Boden, der Selbsthass wurde stärker, ließ mich meine Umgebung wieder vergessen. Wieder tauchten die Bilder in meinem Kopf auf, Phantom, Spirit, Ruby, Angel. Wieder von neuem, Phantom, Spirit, Ruby, Angel. Jede von ihnen schien mich mit ihrem Blick zu durchbohren, ein Blick der mir eindeutig die Schuld zuwies. Die Schuld an einem Tod, den ich verdient gehabt hätte. Ich trat rückwärts, wich vor den Bildern zurück. In meinen Augen waren abwechselnd Angst, Schuld und Trauer zu erkennen. Die Gedanke überfluteten mich, rollten wie eine unausweichliche Welle auf mich zu, erfassten mich. Ich wehrte mich dagegen, wollte nicht mit Ihnen untergehen. Vergeblich.
Mein Blick veränderte sich, wie sich mein Inneres veränderte. Eine Leere breitete sich in mir aus, sie fraß alles, was Gefühle in mir auslöste, ließ meine Erinnerungen verschwinden, befreite mich in gewisser Weise. Ich sah zu den Jungen, meine Gefühle vollkommen ausblendend. Das Schimmern in meinen Augen war verschwinden, geblieben war bloß eine leere, durchdringende Kälte. Ich nahm die Jungen am Nackenfell, hob sie ähnlich sanft wieder hoch. Absichtlich sah ich möglichst nicht zu Angel, wollte nicht sehen, wozu ich sie gebracht hatte. Ich schluckte, bemühte mich darum die Fassung zu wahren. Ich wandte mich um, entfernte mich immer weiter, immer schneller von dem Ort an den ich nicht zurückkehren wollte. Das Maunzen der Jungen lag mir in den Ohren, ließ mich schneller laufen auch wenn die Hoffnung, sie retten zu können mich mit jeden Schritt mehr verließ. Ich kam bis an den Waldrand, konnte den naheliegenden Zweibeinerort sehen. Meine einzige Chance war die Streunergruppe, Ruby. Sie war mein Ziel, meine letzte Möglichkeit die Jungen zu retten. Ziellos durch den Ort zu irren kam nicht in Frage, barg ein zu hohes Risiko zu scheitern. Ich hob den Blick, witterte den bekannten Geruch der Gruppe. Eine Unachtsamkeit, ein falscher Schritt und mein Leben sowie das der Jungen war verloren. Ich sah mich immer wieder um, achtete auf jede kleinste Bewegung. Die Angst, dass Angels Tod umsonst gewesen war kroch in mir hoch, zerrte an meinem Fell. Vor einer Lichtung stoppte ich, konnte durch das Geäst der Büsche eine Kätzin erkennen. Dunkles Fell, schlank, weiße Schwanzspitze. Mein Herz machte einen Sprung, Erleichterung breitete sich in mir aus wie zuvor die Angst, vertrieb diese. Ich trat auf die Lichtung, direkt auf die zu. Ihr Blick hatte sich bei den Geräuschen der Blätter und Äste in meine Richtung gewandt. „Soul?“ ihre Stimme klang dumpfer als sonst, ohne eine wirkliche Regung von Gefühlen. Ich setzte die Junge ab, suchte verzweifelt nach Worten, wollte meine Situation erklären. Sie sah mich an, las in meinem Blick meine Verzweiflung, sah wie diese durch die Gefühllose Kälte ersetzt wurde je mehr Kontrolle ich wieder über meinen Körper bekam. „Die Jungen, sie brauchen Milch, eine Mutter.“ sie war besser darin als ich, zumindest jetzt noch. Blieb sachlich, ließ sich nicht von früheren Gefühlen beeinflussen. Ich brachte bloß ein schnelles Nicken zustande. „Du willst, dass ich sie aufziehe? Dass sie zu Streunern werden?“ Wieder das Nicken. Sie erwiderte es, langsamer und nachdenklich. „Ich kann dir keinen Wunsch abschlagen, konnte es nie. Und das weißt du.“ Ich spürte ein stechen in der Brust, bemerkte einmal mehr die Leere. Ihre Gefühle so schamlos auszunutzen war nicht fair, genau so wenig fair wie Angels Tod. Sie zog die wimmernden Jungen zu sich, leckte Ihnen über die kleinen Köpfe mit den noch verschlossenen Augen. „Sie werden nicht erfahren wer ihr Vater war, werden die Gruppe als Familie ansehen, dich nie treffen. Das sind die Bedingungen, Soul.“ Ich dachte nicht nach, wollte die bloß in Sicherheit wissen, wollte laufen. Alles hinter mir lassen, neu anfangen, mal wieder. Ein kurzes, alles veränderndes Nicken. Durch eine bloße Geste hatte ich die Jungen, das letzte, was mich noch an Angel erinnerte weiter gegeben, aus meinem Leben verbannt. Ich hatte eine neue Grundlage geschaffen, für ein neues Leben, mal wieder.

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